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 Promise

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Marinachen1222
Alpha Vampir
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Marinachen1222


Anzahl der Beiträge : 109
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BeitragThema: Promise   Promise EmptyDo Apr 21, 2016 2:07 am

Seufzend lief der braunhaarige Junge durch die dunklen Straßen entlang. Erneut hatten seine Eltern einen Streit... das geschah in letzter Zeit sehr oft, leider. Und das manchmal wegen den kleinsten Sachen.
  Es dauerte nicht lange bis er bei dem Ort ankam, zu dem er wollte. Es war ein kleiner See, der in der Nähe der kleinen Stadt war. Gleich daneben war ebenso ein kleiner Wald, der Nachts sehr gruselig aussah, aber trotzdem schreckte es ihn nicht ab.
  Dort setzte er sich auf eine Bank und zog seine Beine an. Diese umschlang er mit seinen Armen.
  Was war nur passiert, dass seine Familie anfing so auseinanderzufallen? Sein Bruder fand eine Freundin, und war mit ihr abgehauen. Sein Vater hatte oftmals, wenn seine Mutter nicht Zuhause war, Frauenbesuch. Seine Mutter hatte ebenso eine Affäre und wollte sich für diesen Mann, von seinem Vater trennen.
   Früher waren sie eine tolle Familie...
   Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er ein Rascheln hinter sich hörte. Er zuckte daraufhin zusammen und fuhr herum. Langsam fing er an sich umzuschauen, doch niemand war da. Hatte er sich das Geräusch vielleicht eingebildet? Oder war es vielleicht nur ein Tier?
  Er atmete tief ein und drehte sich wieder zum See. Er sollte nicht so Angst haben... Wer sollte schon jemanden so nutzloses wie ihn belästigen wollen?
   Mit geschlossenen Augen lehnte er seine Stirn an seinen Knien an und genoss die Ruhe. Jedoch hielt diese Ruhe nicht lange.
   "Was macht so jemand wie du an so einem Ort? Und das bei so einer Uhrzeit..."
   Als er diese Stimme hinter sich hörte, zuckte er zusammen. Erneut fuhr er herum und traf auf violette Augen eines Mannes.
   Verdammt... was will dieser Mann...? Er will doch nicht... Ängstlich starrte der Junge den Mann vor ihm an, der nach einiger Zeit kicherte. "Keine Sorge." sagte er lächelnd. "Ich tu dir nichts." Daraufhin lief er um die Bank und setzte sich neben den Jungen hin, der ihn weiterhin leicht ängstlich beobachtete.
   "Also?" fing er nach einiger Zeit an. "Was machst du so spät hier? Sollte so ein kleiner Junge wie du nicht schon im Bett sein?" fragte er grinsend.
   "Tzz..." machte der Junge genervt. "Ich bin ganze 16 Jahre alt! Ich bin nicht klein...!" beschwerte er sich mit verschrenkten Armen, was den Mann kichern ließ. Er erhob seine Hand und verwuschelte das Haar des Jungen, woraufhin dieser erstarrte. Er war nicht daran gewöhnt, berührt zu werden.
   "Entschuldige." sagte er sanft. "Großer Mann." Daraufhin 'tzzte' der Junge nur noch einmal und senkte seinen Blick zum Boden.
  Stille folgte.
   "Ich bin von Zuhause abgehauen.." sagte der Junge schließlich. "Hm?" machte der Mann und schaute den Jungen mit weiten Augen an. "Wieso?" fragte er schließlich besorgt.
  "Probleme..." antwortete der Junge nur. Er wollte einem fremden Mann nicht erzählen, was für Probleme sie hatten. "Ah..." machte er und schaute ebenso zu Boden. "Das kenn ich. Ist anstrengend, nicht?" er seufzte.
   "Hatten sie etwa auch Probleme mit ihrer Familie?"
   "Was heißt hier 'hatten'." sagte er lachend. "Bis heute nerven sie mich..."
   "Oh..." machte der Junge nur. Es war bestimmt schlimm für den Mann, bis heute noch Stress in der Familie zu haben. ... Würde er auch, selbst wenn er Erwachsen ist, Probleme mit seinen Eltern haben?
   "Wie heißt du?" fragte der Mann nach einiger Zeit voller Stille.
   "T-Takahashi Misaki..." antwortete er. "Und sie?"
  "Usami Akihiko." antwortete der Mann lächelnd. Misaki lächelte ebenso leicht.
  Dieser Mann schien okay zu sein, hoffte er zumindest. Er konnte auch einfach nur so tun, als sei er freundlich, würde den Jungen aber dann doch was antun. Aber, wenn er ihm etwas antun wollte, hätte er es doch schon längst getan, nicht wahr? Sie waren immerhin ganz alleine hier.
  "Du solltest dir keine so großen Sorgen wegen deiner Familie machen, Takahashi." sagte Usami nach einiger Zeit. "Irgendwann wird es sicher wieder besser, mach dir keine Sorgen..." Er lächelte den Jungen an, während er ihm in die Augen sah.
  Ohne etwas zu sagen, starrte Misaki zurück. Ihn freute es, dass der Mann versuchte, ihn zu beruhigen.
  Er wusste nicht wirklich, wie lange sie einfach nur so da saßen und sich in die Augen starrten. Ihm war es auch egal, wie viel Zeit dabei verging. Diese violetten Augen beruhigten ihn...
  Doch als Usami sich plötzlich zu ihm nach vorn beugte, erstarrte er. Was hat er vor?
  Noch bevor Misaki reagieren konnte, hatte Usami seine Lippen auf die des Jungens gepresst. Und zu Misakis Überraschung, mochte er es.
  Er schloss seine Augen und versuchte den Kuss zu genießen.
  Als Usami das merkte, rutschte er etwas näher an den Jungen heran und schlang seinen Arm um ihn. Auch Misaki schlang seine Arme um den Hals des Mannes, und das ohne es überhaupt zu bemerken.
 
  Wie lange hatte Usami nur darauf gewartet, den Jungen so berühren zu können, wie jetzt?
  Seit vielleicht einem Monat hatte er den Jungen beobachtet. Eines Tages, als er recht gestresst war, machte er sich auf den Weg zu diesem See, doch dann entdeckte er den Jungen, wie er hier saß und ihm Tränen die Wangen herunter liefen. Usami war noch nie gut darin gewesen, jemanden zu trösten, weswegen er den Jungen einfach nur beobachtet hatte. Dieser hatte sich zum Glück danach schnell wieder beruhigt.
   Nach diesem mal, hatte er den Jungen öfters hier draußen sitzen sehen. Und bevor er es überhaupt gemerkt hatte, hatte er angefangen, sich in ihn zu verlieben.
  Er war so glücklich, den Jungen küssen zu können, musste diesen Kuss jedoch lösen, da die Luft knapp wurde.
  Leicht keuchend starrten sie sich in die Augen.
  "Misaki..." flüsterte der Mann. "Du solltest wieder nachhause... Lass mich dich begleiten.." sagte er, während er dem Jungen über die Wange strich.
  "Ja..." hauchte dieser nur.
  Daraufhin nahm Usami lächelnd die Hand des Jungens und stand mit ihm auf. "Ich weiß nicht, wo du wohnst, also musst du voran." weiterhin Händchen haltend, lief Misaki los, und Usami sofort hinterher.
  "Wie alt bist du nochmal, Takahashi?" fragte der Mann, auch wenn er sich gemerkt hatte, wie alt der Junge war. Er wollte einfach nur seine liebevolle Stimme hören...
  Es enttäuschte Misaki ein wenig, dass Usami ihn nun wieder mit seinem Nachnamen anredete. Er fand es schön, wie der Mann seinen Vornamen ausgesprochen hatte.
  "Ich bin 16 Jahre alt... und sie?" fragte Misaki und schaute schüchtern zu dem Mann hinauf. "26" antwortete dieser lächelnd.
  Daraufhin liefen sie still weiter, solange bis sie endlich bei Misaki angekommen waren. Während des ganzen Weges, hielten sie ihre Hände sanft fest.
  "Hat mich gefreut, dich heute treffen zu können, Takahashi." sagte Usami lächelnd, als sie vor der Haustür des Jungens standen.
  "Ja.. mich auch." antwortete der Junge ebenso lächelnd.
  Erst jetzt wagte sich Usami, die Hand des Jungens loszulassen.
  "Ich hoffe, wir sehen uns nächste Woche wieder, um die gleiche Zeit, am gleichen Ort, Takahashi." sagte Usami lächelnd während er weglief.
  Mit leicht errötetem Gesicht, schaute Misaki dem Mann hinterher. Er wollte sich wieder mit ihm treffen?
  Selbst als der Mann verschwand, starrte Misaki weiterhin dort hin, wo er gestanden hatte. Doch nach kurzer Zeit drehte er sich mit einem Lächeln zur Tür und verschwand in das Apartment.
  In der Nach hatte er von Usami geträumt!

  "Du bist also gekommen." hörte er eine sanfte Stimme hinter sich sagen. Als er sich umgedreht hatte, sah er in die wundervollen, violetten Augen von Usami.
  Mit einem Lächeln antwortete Misaki, "Natürlich. Sie sind ja auch gekommen..."
  Ebenso mit einem Lächeln, lief Usami zu dem Jungen hin und setzte sich neben den Jungen.
  "Wie geht es dir, Misaki?" fragte er nach einiger Zeit. "Und immer noch Probleme mit der Familie?"
  "Es... geht..." sagte Misaki und senkte seinen Blick. "Und ja, immer noch Probleme... ich glaube nicht, dass diese Probleme schnell verschwinden werden... Oder jemals..."
Daraufhin sagte Usami nichts, sondern fuhr nur mit seiner Hand durch das Haar des Jungen, was dieser irgendwie mochte.
  Auch wenn er wusste, dass er Fremden nicht trauen sollte, fühlte er sich sehr wohl in der Nähe dieses Mannes.
  "Warte ab. Bestimmt wird es irgendwann besser. So ein Junge wie du sollte nicht leiden...", sagte Usami ruhig, während er weiterhin durch das Haar des Jungens fuhr. Er mochte sein sanftes Haar. Wie oft hatte er schon davon geträumt, genau das machen zu können? Seine Finger einfach durch das Haar des Jungens zu fahren... Und jetzt war er endlich dazu in der Lage...
"Danke, Usami-san...", murmelte der Junge leicht gerötet. "Sie sind der erste, der versucht, mich aufzumuntern."
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